Marokko verbannt Film über Fatima, die Tochter des Propheten Mohammed

Der marokkanische Religionsrat hat ein Ausstrahlungsverbot des britischen Films "The Lady of Heaven" in Kinos des Landes gefordert.

Der Film über Fatima, die Tochter des Propheten Mohammed, sei eine "schamlose Fälschung der überlieferten Tatsachen" im Islam, erklärte der Oberste Rat der Ulemas laut Bericht der BBC (Sonntag, 12.6.2022). In den Filmspielhäusern sei das Verbot schon umgesetzt, hieß es.

Der 2021 in Großbritannien erschienene Film von Regisseur Eli King hatte auch dort zu Protesten vor Kinos geführt. Diese entzündeten sich vor allem daran, wie Drehbuchautor Yasser Al-Habib prominente Figuren aus der Frühzeit des Islam darstelle. Im Film würden Parallelen angedeutet zwischen dem Verhalten der historischen Persönlichkeiten und dem der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak.

Die britische Kinokette Cineworld hatte den Film deswegen sicherheitshalber aus dem Programm genommen.

Neben Marokko hatten auch andere islamische Staaten wie Ägypten, Pakistan, Irak und Iran den Film verurteilt.

Al-Habib ist ein schiitischer Geistlicher aus Kuwait und Vorsitzender der in London beheimateten konservativen "Mahdi Servants Union" (MSU). (KNA)