WEBTALK: Türkisches Engagement in Afrika

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Karl-Marx-Straße 2
14482 Potsdam

Unter dem türkischen Präsidenten Erdogan baut Ankara seit Jahren seine Präsenz in Afrika aus. Der Staat profitiert dabei von den antifranzösischen Staatsstreichen und Umstürzen in der Sahel-Zone und sucht sich neue Wege der Einflussnahme. Er investiert in Milliardenhöhe in die senegalesische Stahlindustrie, verkauft Waffen an die nigrische Armee, setzt sich im libyschen Bürgerkrieg ein, macht den afrikanischen Partnern im Gegenzug für Geschäfte auch Bildungsangebote und baut sowohl seine Botschaften als auch seine direkten Flugwege über die eigene Turkish Airlines stetig aus.

Die afrikanischen Länder wissen um die gefährlichen Abhängigkeiten von China und Russland, wenn Frankreich als Ordnungsmacht durch die zahlreichen Staatsstreiche abgelöst wird. Dies birgt allerdings auch Spannungspotenzial zwischen Frankreich und der Türkei in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft und Entwicklung. Der Türkei fehlen jedoch die Ressourcen, um Frankreich auf dem Kontinent einfach zu ersetzen. Trotzdem könnte der Staat, wie von manchen Experten prognostoziert, als Profiteur der Umstürze hervorgehen und ein neuer führender strategischer Partner für die Länder dieser Region werden.

Wie wird die Türkei weiter in die Sahel-Zone investieren und welche Spannungen wären dadurch zu befürchten? Welche Auswirkungen könnte das wiederum auf die zwischenstaatlichen Beziehungen der vielen beteiligten Staaten haben? Diese und viele weitere spannenden Fragen diskutieren wir mit Dr. Denis Tull/SWP sowie Christian Putsch/Die Welt.

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