Bildergalerien
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Sinai-Beduinen
Die Beduinen des Sinais stammen ursprünglich von der arabischen Halbinsel. Eine Ausnahme bilden die Stämme Tarabin und Tiyaha, die aus Palästina eingewandert sind. Die Sinai-Beduinen werden auch als "Volk der schwarzen Zelte" bezeichnet. Heute leben noch zehn Stämme mit einer Reihe von kleineren Unterstämmen auf dem Sinai. Die Jebeliya–Beduinen siedeln um das berühmte Katharinenkloster. Über mehrere Jahre hinweg reiste die Journalistin Gundula Madeleine Tegtmeyer in den Sinai, wo sie mit den Beduinen zusammen lebte. Ihre Bildreportage zeigt anschaulich und eindrucksvoll die facettenreiche Kultur der Beduinen, eine Kultur zwischen Tradition und Moderne.
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Konflikt in Nordmali
Seit dem Sturz des Präsidenten Amadou Toumani Touré Ende März scheint Mali in einer ausweglosen politischen Krise gefangen: Während die Meuterei in der Hauptstadt Bamako von einer Gruppe Soldaten durchgeführt wurde, haben aufständische Tuareg sowie Verbände von Islamisten binnen Tagen den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, um dort einen unabhängigen Staat auszurufen. Doch diese ungleiche Allianz ist mittlerweile zerbrochen, wodurch sich der Konflikt in dem westafrikanischen Land noch weiter zu verschärfen droht.
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The Wall
Es ist eins der augenscheinlichsten Symbole des anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikts: Rund acht Meter hoher Beton, Stacheldraht hier und dort, 680 Kilometer lang zieht sich die Mauer rund um das Westjordanland und Gaza. Der World Press Photo-Preisträger Kai Wiedenhöfer fotograftierte im Zeitraum von 2003 bis 2006 die israelische Trennwand zu den Palästinensern, eine neue Mauer – "the Wall". Im Göttinger Steidl-Verlag erschien 2007 der Bildband "Perfect Peace" - "Wall".
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Die Lipka-Tataren Osteuropas
Während in Westeuropa die muslimischen Einwohner ein noch recht junges Phänomen darstellen, siedeln Muslime in Osteuropa schon seit mehreren Jahrhunderten – so etwa in Polen und Litauen. Dort bilden sie einen festen Bestandteil der Bevölkerung. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts ließ sich auf dem Gebiet des damaligen Großfürstentums Litauen eine Gruppe von Tataren nieder, die, abgeleitet von dem alten krimtatarischen Wort "Lipka" für Litauen, "Lipka-Tataren" genannt wurden. Heute leben noch einige Tausende Nachfahren dieses Volkes in der Region. Fotos: Ahmed Krausen, Redaktion: Annett Hellwig.
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Zerstörtes Syrien
Syrien leidet unter dem Bürgerkrieg. 40 Prozent der Infrastruktur ist zerstört. Vier Millionen Menschen mussten ihre zerbombten Häuser verlassen, sind obdachlos. Der Alltag in dem Krisengebiet wird immer schwieriger. Eindrücke von Andreas Stahl
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Das Schicksal der Rohingya-Muslime in Myanmar
Die Eskalation der ethnischen Gewalt im Westen Myanmars vertreibt über 20.000 Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit aus ihrer Heimat.
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50 Jahre Frauenwahlrecht im Iran
Im Jahr 1963 erhielten die iranischen Frauen das Wahlrecht. Fahimeh Farsaei blickt zurück auf fünf Jahrzehnte Frauenbewegung im Iran mit allen Fortschritten und Rückschlägen.
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Islamische Architektur auf Sansibar
Religiöse Toleranz und Vielfalt werden seit langem auf Sansibar groß geschrieben und spiegeln sich auch in der Architektur wider. Der ostafrikanische Inselarchipel im Indischen Ozean vor der Küste Tansanias gilt als Schmelztiegel der Religionen. Im engen Gassengewirr der vor rund 300 Jahren von muslimischen Arabern aus Korallenstein errichteten Gebäude in der Altstadt von Stone Town auf der Hauptinsel Unguja stehen Moscheen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hindu-Tempeln und Kirchen. Eindrücke und Bilder von Arian Fariborz
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Revolutionsgraffitis in Ägypten
Die Januar-Revolution und der Sturz des Mubarak-Regimes haben unübersehbar ihre Spuren auf zahllosen Fassaden der ägyptischen Metropolen hinterlassen. Die provokanten Botschaften der Graffitikünstler und Aktivisten sind fast ausschließlich politischer Natur und thematisieren Unterdrückung, Gewalt und Polizeiwillkür im Land.
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Libyen: Zwischen Tradition und Neuanfang
Ein Jahr nach dem Tod von Muammar al-Gaddafi ringt Libyen noch um den Weg zu einer friedlichen und gerechten Gesellschaft. Das reiche kulturelle Erbe könnte dabei ein Motor sein. Eindrücke von Gaia Anderson und Sabine Hartert