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Literatur aus dem Osmanischen Reich21 Jahre jung – und der arabischen Moderne voraus
Eine neue Übersetzung rückt eine lange vergessene Schriftstellerin ins Rampenlicht: Alis al-Bustani. Ihr einziger Roman „Sa'iba“ von 1891 räumt mit dem gängigen Bild der Frau in der arabischen Moderne auf.
Von Muhammed Nafih Wafy -
Ägyptischer Film „Asad“Sklaven-Drama entfacht nationale Identitätsdebatte
Ein Historienfilm wird in Ägypten zum Politikum: Kritiker werfen dem Film „Asad“ vor, historische Tatsachen zu verfälschen und „afrozentristische“ Narrative zu bedienen. Dahinter steht ein größerer Kulturstreit.
Von Rehab Eliawa -
Iranische Autorin Shahrnush ParsipurSchreiben gegen das Verbot
Mit Shahrnush Parsipur verliert Iran eine seiner unbeugsamsten literarischen Stimmen. Die Autorin von „Frauen ohne Männer“ schrieb gegen Zensur und Unterdrückung an. Zuletzt weigerte sie sich, den Krieg gegen den Iran als Befreiung zu verklären.
Von Mohammad Mehdipour -
Islamwissenschaftlerin Sabine Schmidtke„Der Holocaust hat die Islamforschung verändert“
Sabine Schmidtke würdigt das Werk der jüdischen Islamwissenschaftlerin Hedwig Klein, die im Holocaust ermordet wurde. Sie präsentiert das intellektuelle Erbe Kleins und rückt ihre Beteiligung an Hans Wehrs berühmtem Arabisch-Wörterbuch in ein neues Licht.
Von SherAli K. Tareen -
Israelische Regisseurin Netalie Braun„Zwischen Fluss und Meer ist Platz für alle“
Netalie Braun dreht antimilitaristische Filme in einem Land, in dem die Armee „in die DNA der Gesellschaft eingeschrieben ist", wie sie sagt. Hier spricht sie über Zensur in Israel, Boykotte im Ausland und die Schwierigkeit, sich Frieden überhaupt noch vorzustellen.
Von Tamar Ziff -
„Palästina 36“ im KinoEin Film über die Wurzeln kolonialer Gewalt
„Palästina 36“ schildert den arabischen Aufstand gegen die britische Mandatsherrschaft in den 1930er-Jahren. Mit großer Detailgenauigkeit erzählt Regisseurin Annemarie Jacir von einem oft vergessenen Wendepunkt der palästinensischen Geschichte.
Von Asmaa al-Ghoul -
Literatur aus SWANADie ausgezeichnete Nische
Lyrik aus Iran, Romane aus arabischen Ländern oder Kurzgeschichten aus der Türkei werden in Deutschland meist von Kleinverlagen publiziert. Mit Neugier und Feingefühl erweitern sie den Horizont des deutschen Literaturbetriebs – und erhalten dafür Preise.
Von Gerrit Wustmann -
Rapperin Siba im Interview„Wut kann sehr konstruktiv sein”
Mit „Dounana“ hat die Berliner Musikerin Siba einen Nerv getroffen: Der auf Arabisch gerappte Song über Kolonialismus und Imperialismus verbreitet sich rasant im Netz. Ein Gespräch über Wut, Ungerechtigkeit und Empowerment.
Von Atifa Qazi -
Libanon-Film „Do You Love Me”Eine komplizierte Liebe
Lana Dahers Film „Do You Love Me“ ist eine Reise durch die Filmarchive des Libanon. Collagenartig zeichnet die Regisseurin die Geschichte eines Landes nach, das seine komplizierte und gewaltvolle Geschichte bis heute verdrängt.
Von Hannah El-Hitami -
Zeitgenössische KunstKreatives Marokko
Unabhängige Galerien, kommerzielle Ausstellungen, große Messen: Marokkos Kunstszene ist so vielfältig wie ihre Schauplätze. Während Marrakesch gezielt ein internationales Publikum anzieht, ist Casablancas Kunstbetrieb stärker lokal verankert.
Von Naima Morelli -
Literatur in SyrienDas Paradox der Colette Khoury
Die syrische Autorin Colette Khoury ist mit 95 Jahren verstorben. Mit außergewöhnlichem Mut hat sie über Freiheit, Frauen und Selbstverwirklichung geschrieben – doch später diente sie einem Regime, das jene Ideale bekämpfte, für die sie einst eingetreten war.
Von Muhammed Nafih Wafy -
Saudische PoesieNomadische Vergangenheit, digitale Gegenwart
Saudi-Arabien ändert sich rasant. Die neue Gedichtanthologie „Tracing the Ether“ vereint 26 Poet:innen, die darauf reagieren. Ein seltener Einblick in eine Literaturszene, die in ihrer Vielfalt noch nicht übersetzt worden ist.
Von Marcia Lynx Qualey
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Wut im politischen Vakuum