Kultur
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Libanon-Film „Do You Love Me”Eine komplizierte Liebe
Lana Dahers Film „Do You Love Me“ ist eine Reise durch die Filmarchive des Libanon. Collagenartig zeichnet die Regisseurin die Geschichte eines Landes nach, das seine komplizierte und gewaltvolle Geschichte bis heute verdrängt.
Von Hannah El-Hitami -
Zeitgenössische KunstKreatives Marokko
Unabhängige Galerien, kommerzielle Ausstellungen, große Messen: Marokkos Kunstszene ist so vielfältig wie ihre Schauplätze. Während Marrakesch gezielt ein internationales Publikum anzieht, ist Casablancas Kunstbetrieb stärker lokal verankert.
Von Naima Morelli -
Literatur in SyrienDas Paradox der Colette Khoury
Die syrische Autorin Colette Khoury ist mit 95 Jahren verstorben. Mit außergewöhnlichem Mut hat sie über Freiheit, Frauen und Selbstverwirklichung geschrieben – doch später diente sie einem Regime, das jene Ideale bekämpfte, für die sie einst eingetreten war.
Von Muhammed Nafih Wafy -
Saudische PoesieNomadische Vergangenheit, digitale Gegenwart
Saudi-Arabien ändert sich rasant. Die neue Gedichtanthologie „Tracing the Ether“ vereint 26 Poet:innen, die darauf reagieren. Ein seltener Einblick in eine Literaturszene, die in ihrer Vielfalt noch nicht übersetzt worden ist.
Von Marcia Lynx Qualey -
Iranische Diaspora in Berlin„Es ist ein Archiv der Emotionen“
Beim Schahbesuch 1967, aber auch im Zuge der „Frau-Leben-Freiheit“-Bewegung demonstrierten Tausende in Berlin. Sanaz Azimipour hat Erinnerungen der iranischen Diaspora für eine Ausstellung zusammengetragen. Sie erklärt, was man aus der Vergangenheit lernen kann.
Von Jana Treffler -
Syed Muhammad Naquib al-AttasEr wollte die Grundlagen des Wissens neu denken
Der malaysische Philosoph Syed Muhammad Naquib al-Attas ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Seine Kritik an der intellektuellen Vorherrschaft des Westens prägte die Debatten über Bildung und Moderne in der gesamten muslimischen Welt.
Von Muhammed Nafih Wafy -
Ramadan in SyrienDas eigene Trauma als TV-Unterhaltung
In Syrien sind in diesem Jahr die ersten Ramadan-Serien aus der Zeit nach Assad gelaufen. Einige thematisierten Traumata, andere übten satirisch Kritik. Doch über den richtigen Umgang mit der jüngsten Geschichte gibt es heftige Debatten.
Von Sham al-Sabsabi -
Sprachpolitik in AlgerienAbschied von der Kolonialsprache
Englisch gewinnt in Algerien rasant an Bedeutung. Geht es nach der Regierung, verliert das seit der Kolonialzeit dominante Französisch seinen Status als Bildungssprache. Für Schulen und Universitäten ist die Umstellung eine fundamentale Herausforderung.
Von Nourredine Bessadi -
Neue ClubkulturDas Stadtbild feiern
SWANA-Events füllen die Clubs in Hamburg, Berlin und Köln. Selbstbewusst präsentiert sich eine hybride, globale Identität, die Abschieberufen eine eigene Realität entgegensetzt. Die Veranstaltenden wissen um den politischen Moment.
Von Nadine Schnelzer -
„Die Frucht des Feuers“ von Haneen Al-SayeghZwischen Angst und Rebellion
Die libanesische Autorin Haneen Al-Sayegh legt nach ihrem preisgekrönten Debüt einen zweiten Roman vor. In „Die Frucht des Feuers“ erzählt sie von drusischen Frauen und deren Auseinandersetzung mit religiösen Führern, der Gemeinschaft und mit Liebe.
Von Najat Abed Alsamad -
Schriftsteller Taleb al-RifaiEin Fenster zur kuwaitischen Seele
Hat der deutsche Literaturbetrieb blinde Flecken, wenn es um arabische Literatur geht? Unser Autor sieht mindestens einen: den kuwaitischen Literaten Taleb al-Rifai. Ein Plädoyer für sozialkritische Literatur, die orientalistische Erwartungen enttäuscht.
Von Abdulrahman Afif -
„Palinale” in BerlinAlternativ-Filmfest mit Fokus auf Palästina
Als Gegengewicht zur Berlinale organisiert ein Berliner Kollektiv ein Festival für palästinensisches Kino und andere unterrepräsentierte Stimmen. Die „Palinale“ zeige, dass auch marginale Themen ein Publikum verdienen, schreibt Schayan Riaz.
Von Schayan Riaz
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„Wenn wir diese Geschichten nicht erzählen, wer dann?“