Kultur
Themen
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Afghanisches KinoKarrieren und Karriere-Knicke
Es gilt als kleine Sensation, dass die Berlinale dieses Jahr mit „No Good Men“ startet, einem afghanischen Film. Dabei leben und arbeiten viele Filmschaffende aus Afghanistan in Deutschland. Nur werden sie kaum wahrgenommen.
Von Martin Gerner -
Reportagen aus der TürkeiGetrennte Feste
Die gesellschaftlichen Gräben in der Türkei werden tiefer. Polarisierung und Repression schaffen ein Klima, in dem Normen auch mit Gewalt durchgesetzt werden. In ihrem Buch „Jeder Atemzug ein Fest“ will Ceyda Nurtsch ein anderes Gesicht des Landes zeigen.
Von Filiz Yildirim -
Sammelband „Archiving Gaza“Archivieren gegen die Auslöschung
Schmerzhaft zu lesen, aber eins der wichtigsten Bücher zum Thema, schreibt Asmaa al-Ghoul: „Archiving Gaza in the Present“ vereint Texte über Kunst, Literatur, Musik und Archäologie in Gaza. Es bewahrt die Erinnerung an eine Kulturwelt, die es so nicht mehr gibt.
Von Asmaa al-Ghoul -
Neue Filme über den SudanAus der Ferne erzählt
Der Krieg tobt weiter, und für viele Sudanes:innen sind Entwurzelung und Exil längst Lebensrealität. Das zeigt sich auch in „Aisha Can't Fly Away” und „Cotton Queen”. Eine Rezension zweier sehr unterschiedlicher Portraits sudanesischer Frauen.
Von Schayan Riaz -
Islamische GeschichteWie ein Sufi-Gegner die Mystik bewahrte
Im 12. Jahrhundert schrieb der Gelehrte Ibn al-Dschauzi ein Buch, um den Sufismus als Ketzerei zu entlarven: „Talbis Iblis“ oder „Die Täuschung des Teufels“. Heute wird es widersprüchlich gelesen: als Angriff, aber auch als fesselnde Dokumentation sufistischer Lehren.
Von Abdulrahman Afif -
Mordfall Ben BarkaNeues aus israelischen Archiven
Das Buch „L’Affaire Ben Barka“ enthüllt Details zur Ermordung des marokkanischen Dissidenten Mehdi Ben Barka. Geheim gehaltene israelische Dokumente zeigen die Rolle des Mossad und werfen Licht auf einen der rätselhaftesten Mordfälle des 20. Jahrhunderts.
Von Imad Stitou -
Iranisches KinoMit Humanismus und Humor
„Ein einfacher Unfall“ läuft in den Kinos an. In seinem wohl kritischsten Werk führt Jafar Panahi durch unterschiedlichste Milieus, thematisiert die Folterpraxis im Iran und zeigt, wie unerschrocken Frauen sich ihren Raum nehmen. Gelacht werden darf trotzdem.
Von Amin Farzanefar -
Literatur im JemenDie letzte Bastion der Schönheit
Trotz Krieg ist Jemens Kulturszene nicht gänzlich verstummt. Viele Intellektuelle sind zwar ins Ausland geflüchtet, doch ein kleiner Literaturclub namens „Al-Maqah“ hält dem Druck stand – und zeigt die Widerstandskraft von Kultur.
Von Rehab Eldin Elhawary -
Koloniale Architektur in LibyenErhalten, nicht verherrlichen
Während in Bengasi italienische Bauten nach und nach verschwinden, stellt sich die Frage: Wie gestaltet man koloniales Erbe neu, ohne es zu verklären? Eine Ausstellung bringt Architekt:innen und Künstler:innen zusammen, um Stadtgeschichte neu zu denken.
Von Naima Morelli -
Film „Im Schatten des Orangenbaums“Identität auf der Leinwand
Cherien Dabis verwebt in „Im Schatten des Orangenbaums“ eine Drei-Generationen-Familiensaga mit der Geschichte Israels und Palästinas – und gesellt sich damit zu einer ganzen Reihe von Filmen, die zeigen: Im Kino wird palästinensische Identität verhandelt.
Von Amin Farzanefar -
Fotografie in SyrienEin obsessiver Archivar
Ahmed Hasan hat sein Haus verkauft, um seine Leidenschaft für historische Fotografien zu finanzieren. Wir zeigen Auszüge aus seiner Sammlung, Alltagsszenen in schwarz-weiß aus den letzten hundert Jahren – was für ein Schatz!
Von Sham al-Sabsabi -
Hörspiel „Damaskus danach“Was bleibt, wenn der Diktator fällt
Im Dezember 2024 herrscht Euphorie unter Syrer:innen – auch im Exil. Doch zugleich brechen die verdrängten Schrecken der Diktatur wieder auf. Ein neues Hörspiel erzählt vom inneren Kampf, einen Flug von Berlin nach Damaskus zu buchen.
Von Clara Taxis
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