Gesellschaft
Themen
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Migration über BulgarienAnonyme Gräber an der EU-Außengrenze
Bulgarien hat sich zu einem zentralen Schauplatz des EU-Grenzregimes entwickelt. Migrant:innen berichten von Gewalt, illlegalen Pushbacks und ignorierten Notrufen. Dutzende Menschen sind bereits gestorben oder werden vermisst.
Von Margherita Capacci, Christian Elia, Cecilia Fasciani, Sofia Turati -
Bildung in GazaRetten, was zu retten ist
In Gaza versuchen Menschen, Bücher aus den Trümmern der Bibliotheken zu sammeln. Andere arbeiten an der Digitalisierung historischer Schriften. Bald schon soll es wieder Leihbibliotheken geben, auch wenn vieles für immer verloren ist.
Von Joseph Croitoru -
„World Press Photo 2026“-Gewinner aus Ägypten
„Wenn wir diese Geschichten nicht erzählen, wer dann?“
Fotograf Mohamed Mahdy hat Menschen in Alexandria begleitet, die unter extremem Dreck einer Zementfabrik leiden. Er erklärt, wie sich Betroffene wehren, warum er seine Themen vor der eigenen Haustür sucht und was er sich von internationalen Medien wünscht.
Von Anna-Theresa Bachmann -
Jüdische Gemeinde in Syrien„Eines Tages fahren wir von Damaskus nach Jerusalem“
Nach dem Sturz Assads sind Millionen Syrer:innen zurückgekehrt, darunter auch syrische Jüdinnen und Juden. Henry Hamra, Sohn des letzten Oberrabbiners Syriens, hofft, dass die kleine jüdische Minderheit eine Zukunft im Land hat. Und doch bleiben Zweifel.
Von Justus Könneker -
LibanonWie der Krieg meine Nachbarschaft verändert
Im Libanon steht der gesellschaftliche Zusammenhalt auf der Probe. Die Beiruter Autorin Manal Khader erzählt, wie sich Angst breitgemacht hat. Plötzlich wurde der WhatsApp-Chat ihres Gebäudes aktiv – erst mit harmlosen Nachrichten, dann änderte sich der Ton.
Von Manal Khader -
Gaza nach dem KriegDie verlorenen Bilder
In den Kriegsjahren haben viele Menschen in Gaza ihre privaten Fotoalben verloren. Die palästinensische Journalistin Asmaa al-Ghoul erinnert sich an Bilder ihrer Familie und thematisiert persönliche sowie kollektive Erinnerungen in Zeiten des Verlusts.
Von Asmaa al-Ghoul -
Palästinenser:innen in ÄgyptenDie Rückkehr riskieren
In Ägypten stehen Palästinenser:innen aus Gaza vor einem schmerzhaften Dilemma: Zu ihren Familien in die zerstörte Heimat zurückkehren oder bleiben. Fehlende Aufenthaltstitel sowie gesundheitliche und finanzielle Probleme erschweren die Entscheidung.
Von Rehab Eliawa -
Taliban-Strafrecht in AfghanistanDie Vier-Klassen-Gesellschaft
Mit einem umstrittenen Strafgesetzbuch konsolidieren die Taliban ihre Macht in Afghanistan. Nur noch Anhänger der hanafitischen Denkschule gelten als Muslime, Sklaverei und Züchtigung sind rechtlich verankert. Menschenrechtler sind zutiefst besorgt.
Von Jan Ritter -
Antiamerikanismus im Iran„Ewige Feindschaft“ im Wandel
„Tod Amerika“ gehört fest zur Rhetorik des iranischen Regimes. Antiamerikanismus im Iran ist jedoch älter als die Islamische Republik. Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges ist die Zukunft dieser jahrzehntealten Feindschaft ungewiss.
Von Farhad Payar -
Kulturförderung in DeutschlandÜber die Illusion der Neutralität
Staatlich geförderte Kulturinstitutionen und Events wie die Berlinale prägen Debatten maßgeblich mit und agieren nicht jenseits von Politik, meint Sayed Jalal Shajjan. Mehr Transparenz bei der Grenzziehung des Sagbaren könne das Vertrauen stärken.
Von Sayed Jalal Shajjan -
„Mukabela“ in Bosnien und HerzegowinaEine besondere Ramadan-Tradition
Für bosnische Gläubige gehört sie fest zum Ramadan: die „Mukabela“, das tägliche gemeinsame Rezitieren des Korans. Die Tradition geht auf den islamischen Propheten zurück, wurde unter den Osmanen populär und hat Diktatur und Krieg überstanden.
Von Davud Muminović -
Mordfall Rahma Ayat in HannoverNoch kein Schlussstrich
Der Mörder der 26-jährigen Algerierin Rahma Ayat ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Familie will dennoch in Berufung gehen. Auf Kritik stößt vor allem, dass rassistischer oder antimuslimischer Hass nicht als Motivation nachgewiesen werden konnte.
Von Shrouk Ghonim
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