Gesellschaft
Themen
-
Jüdische Gemeinde in Syrien„Eines Tages fahren wir von Damaskus nach Jerusalem“
Nach dem Sturz Assads sind Millionen Syrer:innen zurückgekehrt, darunter auch syrische Jüdinnen und Juden. Henry Hamra, Sohn des letzten Oberrabbiners Syriens, hofft, dass die kleine jüdische Minderheit eine Zukunft im Land hat. Und doch bleiben Zweifel.
Von Justus Könneker -
LibanonWie der Krieg meine Nachbarschaft verändert
Im Libanon steht der gesellschaftliche Zusammenhalt auf der Probe. Die Beiruter Autorin Manal Khader erzählt, wie sich Angst breitgemacht hat. Plötzlich wurde der WhatsApp-Chat ihres Gebäudes aktiv – erst mit harmlosen Nachrichten, dann änderte sich der Ton.
Von Manal Khader -
Gaza nach dem KriegDie verlorenen Bilder
In den Kriegsjahren haben viele Menschen in Gaza ihre privaten Fotoalben verloren. Die palästinensische Journalistin Asmaa al-Ghoul erinnert sich an Bilder ihrer Familie und thematisiert persönliche sowie kollektive Erinnerungen in Zeiten des Verlusts.
Von Asmaa al-Ghoul -
Palästinenser:innen in ÄgyptenDie Rückkehr riskieren
In Ägypten stehen Palästinenser:innen aus Gaza vor einem schmerzhaften Dilemma: Zu ihren Familien in die zerstörte Heimat zurückkehren oder bleiben. Fehlende Aufenthaltstitel sowie gesundheitliche und finanzielle Probleme erschweren die Entscheidung.
Von Rehab Eliawa -
Taliban-Strafrecht in AfghanistanDie Vier-Klassen-Gesellschaft
Mit einem umstrittenen Strafgesetzbuch konsolidieren die Taliban ihre Macht in Afghanistan. Nur noch Anhänger der hanafitischen Denkschule gelten als Muslime, Sklaverei und Züchtigung sind rechtlich verankert. Menschenrechtler sind zutiefst besorgt.
Von Jan Ritter -
Antiamerikanismus im Iran„Ewige Feindschaft“ im Wandel
„Tod Amerika“ gehört fest zur Rhetorik des iranischen Regimes. Antiamerikanismus im Iran ist jedoch älter als die Islamische Republik. Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges ist die Zukunft dieser jahrzehntealten Feindschaft ungewiss.
Von Farhad Payar -
Kulturförderung in DeutschlandÜber die Illusion der Neutralität
Staatlich geförderte Kulturinstitutionen und Events wie die Berlinale prägen Debatten maßgeblich mit und agieren nicht jenseits von Politik, meint Sayed Jalal Shajjan. Mehr Transparenz bei der Grenzziehung des Sagbaren könne das Vertrauen stärken.
Von Sayed Jalal Shajjan -
„Mukabela“ in Bosnien und HerzegowinaEine besondere Ramadan-Tradition
Für bosnische Gläubige gehört sie fest zum Ramadan: die „Mukabela“, das tägliche gemeinsame Rezitieren des Korans. Die Tradition geht auf den islamischen Propheten zurück, wurde unter den Osmanen populär und hat Diktatur und Krieg überstanden.
Von Davud Muminović -
Mordfall Rahma Ayat in HannoverNoch kein Schlussstrich
Der Mörder der 26-jährigen Algerierin Rahma Ayat ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Familie will dennoch in Berufung gehen. Auf Kritik stößt vor allem, dass rassistischer oder antimuslimischer Hass nicht als Motivation nachgewiesen werden konnte.
Von Shrouk Ghonim -
Buchmesse in DamaskusEine Freiheit, die Maßstäbe setzt
Erstmals seit dem Sturz Assads hat Syrien zur Buchmesse geladen. Das Großevent wird als Moment des Aufbruchs in die Geschichte eingehen. Die neue Führung des Landes und ihre Kulturpolitik müssen sich künftig hieran messen lassen.
Von Stefan Weidner -
Ergebnisse aus der Forschung„Antisemitismus wird zum Teil hier in Deutschland gelernt“
Die These des „importierten Antisemitismus“ ist weit verbreitet. Eine explorative Studie bietet Differenzierung und Zahlen zu Antisemitismus unter Zugewanderten und in der Mehrheitsgesellschaft. Ko-Autorin Neta-Paulina Wagner im Interview.
Von Judith Poppe -
Ägypten nach dem Arabischen Frühling„Wir leben im Schatten der Revolution“
Vor 15 Jahren stürzten die Ägypter Hosni Mubarak. Was ist von der Revolution geblieben? Vier Aktivist:innen der Gen Z erzählen, wie 2011 ihr Bewusstsein geprägt hat und was es heute heißt, in Ägypten politisch zu sein.
Von Mahmoud Hashem
Meistgelesene Artikel
-
Iranische Diaspora in Berlin
„Es ist ein Archiv der Emotionen“
-
Ägyptischer Diplomat über Deutschland
Warum wir von Berlin enttäuscht sind
-
Sudan-Experte Scott Straus
„Alle Kriterien für einen Völkermord sind erfüllt“
-
Arabische Sprache
Bessere Verständigung
-
Sex-Tourismus in Ägypten
Braut für einen Sommer
-
Jüdische Gemeinde in Syrien
„Eines Tages fahren wir von Damaskus nach Jerusalem“