Gesellschaft
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Die Operation Anfal im IrakSie brachte ihren Folterer vor Gericht
1988 griff Saddam Hussein die irakischen Kurden an. Nun wurde ein Offizier der Operation zum Tode verurteilt. Fazila Mohammad half dabei, den Mann zu identifizieren. Für sie ist das Urteil ein erster Meilenstein im Kampf um Gerechtigkeit.
Von Karzan Maaroof -
Friedensarbeit im Libanon„Krieg ist kein Abenteuerspielplatz“
Junge Leute im Libanon müssen über die Gewaltvergangenheit sprechen, sagt Christina Foerch-Saab von den „Fighters for Peace“. Mit Ex-Kämpfer:innen geht sie deshalb an Schulen und Unis. Trotz aktueller Eskalation sieht sie ein Umdenken – in Teilen der Gesellschaft.
Von Jannis Hagmann -
Libyen am Internationalen StrafgerichtshofDer „Todesengel“ auf der Anklagebank
Erstmals kommt es zu einem IStGH-Prozess gegen einen libyschen Angeklagten. Khaled El Hishri werden Mord, Versklavung, sexualisierte Gewalt und mehr vorgeworfen. Der Prozess rückt ein System schwerer Misshandlungen in den Fokus, das bis heute fortbesteht.
Von Margherita Capacci -
Wiederaufbau in SyrienAuf wessen Boden bauen Großinvestoren?
Syrien setzt beim Wiederaufbau auf Wettbewerb und ausländische Investitionen. In Damaskus sollen Bürger:innen ihr Land für ein milliardenschweres Immobilienprojekt verkaufen. Dabei würden viele lieber in ihre eigenen vier Wände zurückkehren.
Von Justus Könneker -
Irans GolfregionMehr als eine Meerenge
Die Straße von Hormus steht im Zentrum geopolitischer Spannungen. Ein Blick auf den Kulturraum am Persischen Golf zeigt ein anderes Bild: An Irans Südküste verschmelzen afrikanische, indische und arabische Einflüsse, fernab eines homogenen Gottesstaates.
Von Amin Farzanefar -
Nahost-Journalist Karim El-Gawhary„Man wird als Antisemit und Hamas-Freund diffamiert”
Für den langjährigen Nahost-Korrespondenten Karim El-Gawhary ist Schluss beim österreichischen Sender ORF. Im Interview spricht er über Medien in Zeiten des Gaza-Kriegs, über Angriffe „unter der Gürtellinie” und Wertschätzung nach dem ORF-Aus.
Von Oliver Mark -
250 Jahre UnabhängigkeitVersklavte Muslime sind Teil der US-Geschichte
Die Geschichte des Islams in den USA reicht bis in die Gründungszeit des Landes zurück: zu den Millionen versklavter Afrikanerinnen und Afrikaner, von denen Schätzungen zufolge bis zu ein Drittel muslimisch waren. Drei Porträts.
Von Nareman Amin, Leila Tarakji -
Femizide in der TürkeiWo ist Gülistan Doku?
Jahre nach dem Femizid an einer jungen Kurdin haben Ermittlungen zu Festnahmen geführt. Tatverdächtig sind Beamtensöhne. Seither debattiert die Türkei über Staatsversagen und Verschleierung von Mord. Weniger Beachtung findet der Aspekt anti-kurdischer Gewalt.
Von Jana Treffler -
WM 2030 in MarokkoDie Medina wird zur Fanmeile
Marokkos National-Elf begeistert bei der WM in Nordamerika die Fans. Zu Hause ebnen Bulldozer bereits den Weg für die WM 2030. Alteingesessene werden umgesiedelt und verlieren ihre Existenzgrundlage.
Von Younes Saoury -
Fragen & AntwortenWer sind die Imazighen?
Noch immer als „Berber“ bekannt, gehören Millionen Menschen den Imazighen an. Brahim El Guabli von der Johns Hopkins-Universität über Identität, Sprache und Geschichte einer Gruppe, die in der arabischen Mehrheitsgesellschaft um Anerkennung kämpft.
Von Brahim El Guabli -
Tourismus in Tunesien
Zwischen Tradition und Folklore
Für Amazigh-Gemeinden in Tunesien ist Tourismus ein zweischneidiges Schwert. Zwar bringt er Geld und Jobs, doch viele Dörfer sind kaum noch bewohnt. Anwohner:innen fürchten, dass ihre Kultur zum reinen Konsumgut wird.
Von Nadia Addezio -
Gender-Forscherin Amel Grami„Die islamische Kultur kannte auch nicht-normative Identitäten“
Wie wird über Gender im Arabischen gesprochen? Die tunesische Akademikerin Amel Grami über gendersensible Sprache, den Einfluss des Kolonialismus auf Geschlechtervorstellungen und neue Ansätze aus der arabischsprachigen Wissenschaft.
Von Mohammed Magdy
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Kuwait bürgert seine klügsten Köpfe aus
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