Arabisches Kino
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Dina Hamzas Dokumentarfilm "Gay El Zaman"
Hommage an den Vater
In ihrem neusten Dokumentarfilm hat die ägyptische Regisseurin Dina Hamza ein ganz persönliches Werk vollbracht. Über vier Generationen hinweg hatte ihr 2010 verstorbener Vater viele Songs verfasst, die bis heute berühmt sind - darunter auch 37 Lieder, die er in Andenken an die Musiklegende Abdel Halim Hafez geschrieben hat. Von Sherif Abdel Samad
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Arabische Filme auf der Berlinale 2016
Im Krieg filmt man anders
Politische Analysten haben den Arabischen Frühling mehr als einmal für tot erklärt. Die Filme junger arabischer Regisseure auf der Berlinale zeichnen ein anderes Bild. Von René Wildangel
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Interview mit dem saudischen Regisseur Mahmoud Sabbagh
"Eine Generation von Anti-Helden"
Mahmoud Sabbaghs anarchische Komödie "Barakah meets Barakah" spielt in der saudischen Hafenmetropole Djiddah und steht sinnbildlich für eine neue, internetaffine Generation und ihre Erwartungen. René Wildangel hat sich mit Mahmoud Sabbagh unterhalten.
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Berlinale 2016
Filme im Zeichen der Willkommenskultur
Neben Glamour, Starrummel und Preisverleihungen wird nachhaltig daran erinnert, dass die Berlinale auch in diesem Jahr das wohl weltweit politischste der großen Filmfestivals ist. Im Fokus der 66. Berlinale steht vor allem die europäische Flüchtlingskrise. Einzelheiten von Jochen Kürten
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Ahmad Abdallahs Film "Décor"
Was real ist, bestimmt jeder selbst
"Décor", der neueste Film des ägyptischen Regisseurs Ahmad Abdallah, ist ein Tribut an die erzählerische Kraft des Kinos, an große Geschichten von Freiheit, Liebe und Zwang, die so heute nicht mehr gedreht werden. Christopher Resch hat den Film gesehen.
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Nabil Ayouchs Film "Much Loved"
Hure oder Heilige
Weil er eine "Beleidigung für alle marokkanischen Frauen" sei, darf Nabil Ayouchs Film "Much Loved" in Marokko nicht gezeigt werden. Auf dem Filmfest München ist das Drama über Prostituierte ein großer Erfolg. Von Susan Vahabzadeh
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Spielfilm "Mein Herz tanzt" von Eran Riklis
Vom unmöglichen Tanz der Araber
"Mein Herz tanzt" ist eine nuancierte Filmerzählung über soziale Ausgrenzung und den Fallstricken kultureller Assimilierung. Dabei hat sich der israelische Regisseur Eran Riklis – anders als in seinen vorherigen Werken – jeglicher Folklorisierung von Palästinensern enthalten und eine unprätentiöse Inszenierung geliefert. Von Viola Shafik
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Interview mit der jemenitischen Regisseurin Sara Ishaq
"Der Jemen braucht eine neue Erde"
Sara Ishaq zählt zu den wichtigsten jungen Filmemachern im Jemen. Ihr Film "Karama Has No Walls" dokumentierte das Massaker auf dem Taghier-Platz in Sanaa und wurde im März 2014 für den Oscar nominiert. Nader Alsarras traf die jemenitische Regisseurin und sprach mit ihr über die Lage im Jemen und das Schicksal des Landes nach der Revolution von 2011.
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Palästinensischer Spielfilm "Eyes of a Thief"
Ein politisches Familiendrama
Terrorist oder Freiheitskämpfer? Die Hauptfigur des Films "Eyes of a Thief" wird vor allem als Vater auf der Suche nach seiner verlorenen Tochter porträtiert. Der palästinensisch-jordanischen Regisseurin Najwa Nijjar gelingt damit ein Familiendrama, das nicht ohne politisches Statement auskommt. Von Laura Pannasch
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Interview mit dem Filmemacher Samir
Eine irakische Odyssee
In seiner beeindruckenden 3D-Dokumentation "Iraqi Odyssey" verknüpft der in Bagdad geborene Regisseur Samir persönliche Geschichten aus seiner Verwandtschaft mit Archivaufnahmen, die die Geschichte des Irak erzählen – von der osmanischen Ära bis zur Machtübernahme Saddam Husseins. Igal Avidan hat sich mit dem Regisseur unterhalten.
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Ibrahim El Batouts Kinofilm "El Ott"
"Wir verkaufen Menschen, wir verkaufen Seelen"
Ibrahim El Batouts neuer Kinofilm "El Ott" ist atemberaubend und verstörend zugleich. Das Gangster-Epos dokumentiert die nackte Realität in Kairos Armenvierteln und erzählt vom Organ- und Menschenhandel in Ägyptens Hauptstadt. Von Sofian Philip Naceur
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Tunesisches Dokumentarfilmfestival "Douz Doc Days"
Revolution im Fokus
Mehr regionale Unabhängigkeit, eine der wichtigsten Forderungen der Revolution, solle auch für die Kultur gelten, dachte sich ein Regisseur aus Tunis, der seit 2011 erfolgreich ein Dokumentarfilmfestival in der entlegenen Oasenstadt Douz veranstaltet. Sarah Mersch war bei den "Douz Doc Days" dabei.