Kultur
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Kunst und Revolution in ÄgyptenErloschene Dynamik
Das Festival "Al-Fann Midan", das zum ersten Mal im April 2011 stattfand, war lange ein Sprachrohr für öffentliche Kunst im postrevolutionären Ägypten. Doch vier Jahre nach dem Umbruch am Nil gibt es das populäre Festival inzwischen nicht mehr. Marcia Lynx Qualey über das Verhältnis von Kunst und Revolution im heutigen Ägypten.
Von Marcia Lynx Qualey -
Nachruf auf Mohammad-Ali SepanlouEin Meister der zeitgenössischen iranischen Dichtung
Er war in seiner Heimat als "Dichter Teherans" und gesellschaftskritischer Geist bekannt – der renommierte iranische Poet und Literaturkritiker Mohammad-Ali Sepanlou. Im vergangenen Mai starb er im Alter von 75 Jahren in Teheran. Mahmoud Falaki über Sepanlous Lebenswerk
Von Mitra Khalatbari -
Spielfilm "Mein Herz tanzt" von Eran RiklisVom unmöglichen Tanz der Araber
"Mein Herz tanzt" ist eine nuancierte Filmerzählung über soziale Ausgrenzung und den Fallstricken kultureller Assimilierung. Dabei hat sich der israelische Regisseur Eran Riklis – anders als in seinen vorherigen Werken – jeglicher Folklorisierung von Palästinensern enthalten und eine unprätentiöse Inszenierung geliefert. Von Viola Shafik
Von Viola Shafik -
Dima Wannous: "Dunkle Wolken über Damaskus"Alltag in der Diktatur
In Dima Wannous' Erzählband "Dunkle Wolken über Damaskus" geht es um Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die alle ein Schicksal eint: das Leben in einem diktatorischen Regime, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint und das doch spürbar an sein Ende gelangt ist. Von Volker Kaminski
Von Volker Kaminski -
Literaturwelt IndonesienDas Land ohne Leser
Im Herbst ist Indonesien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Ein wenig merkwürdig ist das schon - denn Leser muss man unter den rund 250 Millionen Indonesiern fast mit der Lupe suchen. Von Monika Griebeler
Von Monika Griebeler -
Kamel Daouds Roman "Meursault – Contre-Enquête"Einen Araber töten
In seinem beeindruckenden Roman "Der Fall Meursault, eine Gegenermittlung" rollt der algerische Autor Kamel Daoud einen der berühmtesten Morde der Literaturgeschichte neu auf. Er gibt dem arabischen Mordopfer aus Albert Camus "Der Fremde" eine Stimme. Das Werk stellt nicht nur eine Auseinandersetzung mit Camus dar, es ist auch eine furiose Abrechnung mit dem Algerien von heute. Stefan Buchen stellt den Roman vor.
Von Stefan Buchen -
"Conflict Kitchen"Kulinarische Völkerverständigung
Können gemeinsame Mahlzeiten Frieden stiften? Über das Kennenlernen verschiedener Ess-Kulturen können sich Menschen zumindest näher kommen, Vorurteile abbauen und andere Lebenswelten besser verstehen. Laura Overmeyer über Kochen als Kulturdialog.
Von Laura Overmeyer -
Interview mit dem ägyptischen Choreografen Adham HafezDas Verschwinden des Kusses
Zu den Höhepunkten des Berliner Theaterfestivals "Return to Sender" gehörte die Aufführung des futuristischen Stückes "2065 BC" des international bekannten ägyptischen Choreografen Adham Hafez. Astrid Kaminski sprach mit ihm über nationale Identitäten und die Kunstszene in Kairo.
Von Astrid Kaminski -
Taufiq al-Hakims Essay-Band "The Revolt of the Young"Revolutionsanleitung für ältere Generationen
"Die Revolte der Jungen" von Taufiq al-Hakim wurde bereits 1984 veröffentlicht. Die nunmehr 30 Jahre alte Essay-Sammlung erschien 2014 auch in englischer Übersetzung. Was die aktuellen Probleme in Ägypten angeht, hat das Buch seit der Erstveröffentlichung nichts von seiner ursprünglichen Relevanz verloren – für Jung und Alt. Von Marcia Lynx Qualey
Von Marcia Lynx Qualey -
Iranischer Dokumentarfilm "No Land's Song"Wiedergefundene Stimme
Es klingt nach einem kühnen Unterfangen: Im Iran, einem Land, in dem Solo-Gesänge von Frauen in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt sind, beabsichtigt eine Frau, ein Konzert zu organisieren, auf dem ausschließlich Frauen auftreten. Der Dokumentarfilm "No Land's Song" zeigt, was bei diesem Experiment herausgekommen ist. Von Richard Marcus
Von Richard Marcus -
Kultur und Zensur in ÄgyptenDie Tugendwächter von Kairo
Sex, Religion und Politik sind ein rotes Tuch für Ägyptens Zensoren. Dies gilt insbesondere für Kulturschaffende, die seit dem Machtantritt von Präsident Abdel Fattah al-Sisi immer stärker unter der Zensur leiden, wie Elisabeth Lehmann aus Kairo berichtet.
Von Elisabeth Lehmann -
Schriftstellerinnen im IrakSchreiben, um am Leben zu bleiben
Die Anthologie "Mit den Augen von Inana" versammelt Gedichte und Kurzgeschichten von 19 Schriftstellerinnen aus dem Zweistromland. Es ist ein Querschnitt dessen, was Frauen im Irak heute schreiben – über ihr Leben und ihren Alltag im Kriegszustand, ihre Wünsche, Träume und Leiden. Von Rosa Gosch
Von Rosa Gosch
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Irans Monarchie-Anhänger
Ja zur Nostalgie – ja zum Krieg