Kultur
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Ägyptischer Fotograf Roger Anis„Der Nil ist Teil unseres kollektiven Bewusstseins“
Roger Anis dokumentiert seit fast einem Jahrzehnt den längsten Fluss der Welt. 2024 ließ er gemeinsam mit einheimischen Fischern eine traditionelle Prozession auf dem Nil wiederaufleben, Sorge bereitet ihm die anhaltende Verschmutzung.
Von Shrouk Ghonim -
Shida Bazyars Roman „Die Lücken“Aus einem deutschen Dorf
Gerade war Shida Bazyars Debütroman für den Booker-Preis nominiert, jetzt gelingt ihr mit „Die Lücken“ der nächste große Wurf. Ihr intensives Panorama zeigt einen Ort, der die Verbrechen der NS-Zeit mal umdeutet, mal verschweigt.
Von Gerrit Wustmann -
Nachruf auf Sliman MansourSein Bild hing überall in Palästina
Das Gemälde „Kamel der Not“ von Sliman Mansour ist eines der bekanntesten Bilder der palästinensischen Kunst. Asmaa al-Ghoul erzählt, wie es zur Ikone wurde und warum es so tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
Von Asmaa al-Ghoul -
Iranisches „Festival-Kino“Maßgeschneidert für westliche Kritiker
Seit Jahrzehnten feiern Regisseure wie Abbas Kiarostami und Jafar Panahi auf den großen Filmfestivals Erfolge. Doch iranische Kritiker:innen fragen: Belohnt das internationale Publikum orientalistische Erzählungen?
Von Changiz M. Varzi -
Syrisch-deutscher Regisseur Anis Hamdoun„Theater sollte die Vielfalt der Syrer repräsentieren“
Anis Hamdoun stammt aus einer berühmten Theaterfamilie aus Syrien. Nach seiner Flucht machte er in Deutschland Karriere. Im Interview spricht er über das Leben zwischen zwei Kulturwelten und über seine Vision für Theater im künftigen Syrien.
Von Badr al-Aqabani -
„Islamische Kunst“ in deutschen MuseenZwischen kolonialem Erbe und neuen Labels
Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg geht neue Wege: Die Sammlung Islamische Kunst heißt nun Sammlung Südwestasien und Nordafrika. Im Berliner Pergamonmuseum bleibt man dagegen beim alten Begriff. Wie argumentieren die Kurator:innen?
Von Nadine Schnelzer -
Miss Syria 2026„Schönheit ist für mich Selbstvertrauen und Präsenz“
Der diesjährige „Miss Arab World“-Wettbewerb fand in Kairo statt. Für Syrien trat Muna Almohamad an, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Sie möchte Frauen dazu ermutigen, zu sich zu stehen und sichtbarer zu werden.
Von Ceyda Nurtsch -
Literatur aus dem Osmanischen Reich21 Jahre jung – und der arabischen Moderne voraus
Eine neue Übersetzung rückt eine lange vergessene Schriftstellerin ins Rampenlicht: Alis al-Bustani. Ihr einziger Roman „Sa'iba“ von 1891 räumt mit dem gängigen Bild der Frau in der arabischen Moderne auf.
Von Muhammed Nafih Wafy -
Ägyptischer Film „Asad“Sklaven-Drama entfacht nationale Identitätsdebatte
Ein Historienfilm wird in Ägypten zum Politikum: Kritiker werfen dem Film „Asad“ vor, historische Tatsachen zu verfälschen und „afrozentristische“ Narrative zu bedienen. Dahinter steht ein größerer Kulturstreit.
Von Rehab Eliawa -
Iranische Autorin Shahrnush ParsipurSchreiben gegen das Verbot
Mit Shahrnush Parsipur verliert Iran eine seiner unbeugsamsten literarischen Stimmen. Die Autorin von „Frauen ohne Männer“ schrieb gegen Zensur und Unterdrückung an. Zuletzt weigerte sie sich, den Krieg gegen den Iran als Befreiung zu verklären.
Von Mohammad Mehdipour -
Islamwissenschaftlerin Sabine Schmidtke„Der Holocaust hat die Islamforschung verändert“
Sabine Schmidtke würdigt das Werk der jüdischen Islamwissenschaftlerin Hedwig Klein, die im Holocaust ermordet wurde. Sie präsentiert das intellektuelle Erbe Kleins und rückt ihre Beteiligung an Hans Wehrs berühmtem Arabisch-Wörterbuch in ein neues Licht.
Von SherAli K. Tareen -
Israelische Regisseurin Netalie Braun„Zwischen Fluss und Meer ist Platz für alle“
Netalie Braun dreht antimilitaristische Filme in einem Land, in dem die Armee „in die DNA der Gesellschaft eingeschrieben ist", wie sie sagt. Hier spricht sie über Zensur in Israel, Boykotte im Ausland und die Schwierigkeit, sich Frieden überhaupt noch vorzustellen.
Von Tamar Ziff
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„Wir müssen unser Wissen über die Kolonialzeit vertiefen“