Kultur
Themen
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Etel Adnans "Gespräche mit meiner Seele"Das Obskure erhellen
1980 veröffentlichte die libanesische Künstlerin und Schriftstellerin Etel Adnan den Gedichtzyklus "Arabische Apokalypse", der bis heute als eines der wichtigsten Werke über den Bürgerkrieg im Libanon gilt. Nun erscheint ein neuer Band der Autorin: "Gespräche mit meiner Seele". Claudia Kramatschek stellt ihn vor.
Von Claudia Kramatschek -
Die syrische Dichterin Hala Mohammad"Sie stehlen unserer Revolution die Seele"
In ihrem Essay blickt die syrische Dichterin Hala Mohammad auf die Anfänge des Aufstands gegen die Assad-Diktatur und das Abgleiten ihres Landes in den Bürgerkrieg zurück. Die Bevölkerung sei vom Regime in einen Krieg gezwungen worden, den Syrien und die Syrer nur verlieren können.
Von Hala Mohammad -
Palästinensischer Spielfilm "Eyes of a Thief"Ein politisches Familiendrama
Terrorist oder Freiheitskämpfer? Die Hauptfigur des Films "Eyes of a Thief" wird vor allem als Vater auf der Suche nach seiner verlorenen Tochter porträtiert. Der palästinensisch-jordanischen Regisseurin Najwa Nijjar gelingt damit ein Familiendrama, das nicht ohne politisches Statement auskommt. Von Laura Pannasch
Von Laura Pannasch -
Interview mit der Kabarettistin Mona Shaikh"Niemand hat das Recht, sich wie Gott aufzuführen"
Mona Shaikh ist eine unerschrockene muslimische Kabarettistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Bühne nutzt sie als Fläche, um unverhohlen Kritik an all jenen Religionsführern und Politikern zu üben, die Frauen unter Verweis auf den Koran bevormunden wollen. Roma Rajpal Weiss hat sich mit der in New York lebenden Pakistanerin unterhalten.
Von Roma Rajpal Weiss -
Der jordanische Schriftsteller Amjad NasserDie Sprachlosigkeit überwinden
Der jordanische Autor Amjad Nasser kritisiert, dass sich viele arabische Schriftsteller nach dem Scheitern der demokratischen Umbrüche mit den neuen politischen Realitäten in ihren Ländern arrangiert haben, anstatt ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit und Despotie zu erheben. Marcia Lynx Qualey stellt den streitbaren Dichter und Journalisten vor.
Von Marcia Lynx Qualey -
"Syria Speaks: Arts and Culture from the Frontline"Kreativität kontra Gewalt
Die Neuvorstellung des Buchs "Syria Speaks" in Den Haag und Amsterdam war fast eine Art Heimkehr für ein bemerkenswertes Werk, dessen Ursprung auf eine Ausstellung von Arbeiten syrischer Künstler und Karikaturisten in der Galerie der Prinz-Claus-Stiftung in Amsterdam im Jahr 2012 zurückgeht. Von Susannah Tarbush
Von Susannah Tarbush -
Elektro-Festival "Les Dunes Electroniques" in TunesienDie Wüste bebt
In der Wüste, wo George Lucas einst Star Wars drehte, feiern junge Tunesier das größte Elektro-Festival Nordafrikas. Der Regierung passt das gut ins Programm. Doch etwas geht schief. Aus dem tunesischen Nefta informiert Jannis Hagmann.
Von Jannis Hagmann -
Orhan Pamuks Roman "Diese Fremdheit in mir"Zeitreise in eine verlorene Welt
An Orhan Pamuk scheiden sich in der Türkei die Geister. Für die einen ist der Literaturnobelpreisträger ein Star unter den türkischen Schriftstellern. Andere sehen in ihm einen Plagiator oder diffamieren ihn gar als Vaterlandsverräter. Sein neuer Roman entfachte abermals heftige Diskussionen über den Autor und sein Werk. Ceyda Nurtsch stellt das Buch vor.
Von Ceyda Nurtsch -
Free Pen VerlagÜber Grenzen hinweg
Mit seiner Arbeit setzt sich der Bonner Free Pen Verlag für den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen ein und fördert die migrantische Literatur in Deutschland. Im Gespräch mit Julie Schwannecke berichten Autoren des Verlags über die Faszination des Schreibens und die Rolle der Literatur für den Kulturdialog.
Von Julie Schwannecke -
Monika Grütters' Rede auf der BerlinaleBärendienst für Irans unabhängige Kulturschaffende
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte auf der Berlinale lautstark begrüßt, dass wieder ein Film des regimekritischen iranischen Regisseurs Jafar Panahi im Wettbewerb lief. Die Berlinale sei eben "schon immer politisch" gewesen. Mit diesen Worten lieferte sie der iranischen Propaganda jedoch ungewollt eine Steilvorlage – zum Schaden der iranischen Künstler. Von Stefan Buchen
Von Stefan Buchen -
Goethe und der OrientWas den Dichter in die geistige Ferne trieb
Als der 60jährige Goethe in den Jahren 1814 und 1815 über zweihundert lyrische Werke zu seinem West-östlichen Divan zusammenfasste, hatte er sich bereits zeitlebens mit dem Orient beschäftigt. Aber was trieb den Dichter in die geistige Ferne? Von Melanie Christina Mohr
Von Melanie Christina Mohr -
Künstler in der TürkeiKreativ gegen Erdoğans Zensur
Privatinvestoren sind willkommen, wenn es um Kunst und Kultur geht. Doch türkische Künstler selbst fühlen sich oft unterdrückt. Nichtsdestotrotz hat sich jenseits von Zensur und Kommerz am Bosporus eine lebendige alternative Kunstszene entwickelt. Ceyda Nurtsch stellt sie vor.
Von Ceyda Nurtsch
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