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Der "Islamische Staat"Kenne deinen Feind
Über seine jüngsten Feinde, die Dschihadisten des "Islamischen Staates", die mehr als "nur" religiöse Extremisten sind, mangelt es dem Westen offenbar an Wissen und Expertise. Mit einem ausschließlich militärischen Angriff auf die Miliz ist es in jedem Fall nicht getan, meint der arabische Publizist Abdel Bari Atwan in seinem Essay.
Von Abdel Bari Atwan -
Muslimbrüder-SchriftenEinst geschätzt, jetzt verfemt
Ägypten und Saudi-Arabien ziehen derzeit Schriften der Muslimbrüder aus dem Verkehr. Am Nil werden die konfiszierten Bücher angeblich in mehreren Ministerien verwahrt. Dass dies tatsächlich auf alle Exemplare zutrifft, ist angesichts ihrer über die Jahrzehnte gewachsenen Zahl zu bezweifeln – sie dürfte in die Millionen gehen.
Von Joseph Croitoru -
Gentrifizierung in ÄgyptenKairos urbane Konterrevolution
Die "Reclaiming Downtown"-Kampagne der ägyptischen Regierung ist keine gewöhnliche Maßnahme, um die Gentrifizierung der Kairoer Innenstadt voranzutreiben, sondern ein politisch motivierter Feldzug gegen jede Form zivilgesellschaftlicher Autonomie. Der "Hinterhof der Revolution" soll aufgewertet, seine revolutionäre Geschichte ausradiert werden. Von Sofian Philip Naceur
Von Sofian Philip Naceur -
Fünfter Jahrestag der Revolution in ÄgyptenGespenster der Revolte
Am 25. Januar 2011 begann die Revolution in Ägypten, die zum Sturz des Autokraten Mubarak führte. Heute sieht die ägyptische Schriftstellerin Mansura Eseddin erneut ein Regime an der Macht, das ein absurdes Theater der Angst und Unterdrückung inszeniert.
Von Mansoura Ez-Eldin -
Interview mit Slim Laghmani zur Staatskrise in Tunesien„Wir sind die Hälfte des Weges gegangen“
Nicht politische oder wirtschaftliche Probleme seien mittelfristig die größte Bedrohung für den demokratischen Wandel in Tunesien, sondern die Krise des Staates, erklärt der tunesische Rechtswissenschaftler Slim Laghmani im Gespräch mit Sarah Mersch.
Von Sarah Mersch -
Köln und der Islam in DeutschlandEin Geschenk des Himmels
Die Ereignisse von Köln werden von allen Seiten instrumentalisiert. Islamistische Prediger wie Pierre Vogel und Vertreter des Islam in Deutschland benutzen die Vorfälle, um eine strikte Alternative zwischen Kriminalität oder religiösem Leben zu propagieren. Damit tragen sie zur Polarisierung der Gesellschaft bei, meint Stefan Buchen in seinem Kommentar.
Von Stefan Buchen -
Interview mit Mohamed Limam„Trotz Friedensnobelpreis haben die Tunesier die Nase voll“
Selbst im einzigen Land des arabischen Frühlings, das sich auf den Weg der Demokratie begeben hat, macht sich Resignation breit. Über die Gründe für die Politikverdrossenheit im Mutterland der Arabellion sprach Christina Omlin mit dem tunesischen Politikwissenschaftler Mohamed Limam von der Universität Sousse.
Von Christina Omlin -
Interview mit dem Islamwissenschaftler John Louis EspositoIslam im Zwielicht
Im Gespräch mit Habib El Mallouki äußert sich der renommierte US-amerikanische Islamwissenschaftler John Louis Esposito zu den gewachsenen islamfeindlichen und rechtspopulistischen Tendenzen in Europa und in den USA als Folge des Terrors radikal-islamistischer Gruppierungen.
Von Habib El Mallouki -
Iran und Saudi-ArabienDie Kunst islamischer Toleranz
Die eskalierenden Rivalitäten und Animositäten zwischen Iran und Saudi-Arabien haben nichts mit dem Schisma zwischen Sunniten und Schiiten zu tun, meint Hamid Dabashi, Professor für Iranistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University in New York.
Von Hamid Dabashi -
Sunniten im IranMuslime zweiter Klasse
Während der Iran die Ausgrenzung der Schiiten in Saudi-Arabien kritisiert, benachteiligt das Land seine eigene sunnitische Minderheit. In der Islamischen Republik droht einigen Sunniten die Hinrichtung. Dabei geht es allerdings nicht nur um Religion, wie Andreas Gorzewski berichtet.
Von Andreas Gorzewski -
Iranisch-saudischer KonfliktZeichen auf Sturm
Die iranisch-saudische Rivalität ist nicht konfessioneller Natur. Vielmehr geht der Konflikt darauf zurück, dass beide Staaten Anspruch auf regionale Vormachtstellung und auf die Führungsrolle in der islamischen Welt erheben, meint der Politologe Ali Fathollah-Nejad von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.
Von Ali Fathollah-Nejad -
Frieden im Nahen OstenIn weite Ferne gerückt
Das Jahr 2015 endete im Nahen Osten mit Gewalt. Israel hat seine Kontrolle über das Westjordanland weiter ausgebaut und den Siedlungsbau forciert. Radikale Palästinenser antworten auf die zunehmende Repression mit Messerattacken. Einzelheiten aus Tel Aviv von Daniella Cheslow
Von Daniella Cheslow
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