Politik
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Jemeniten in KairoUnwillkommenes Exil
Nicht nur in den umkämpften Gebieten des Jemen werden momentan Lebensmittel und Wasser knapp, sondern auch bei vielen Jemeniten, die in Ägypten bleiben müssen, da für sie eine Rückkehr in ihre Heimat noch zu gefährlich erscheint. Eine Reportage von Andrea Backhaus aus Kairo.
Von Andrea Backhaus -
Nahostpolitik der BundesregierungAuf der Suche nach dem Kompass
Im Nahen Osten nehmen gewalttätige Auseinandersetzungen zu. Die Bundesregierung setzt auf Ägypten, unterstützt Saudi-Arabien und liefert Waffen an die Peschmerga. Kritik an dieser Politik kommt aus der Opposition. Von Bettina Marx
Von Bettina Marx -
Geschichtsbild der türkischen AKPOsmanischer Heldenmythos von Gallipoli
Joseph Croitoru berichtet, wie die Führung in Ankara das Gedenken an die Gallipoli-Schlacht vor hundert Jahren islamisiert und damit vom armenischen Völkermord ablenken will.
Von Joseph Croitoru -
Deutschland und der Völkermord an den ArmeniernBlind für die eigene Geschichte
Am 24. April wird weltweit der Ermordung der Armenier vor 100 Jahren gedacht. Auch in Deutschland ist ein Gedenkgottesdienst geplant. Doch Kritiker meinen, dass man sich hierzulande intensiver mit der Rolle des deutschen Kaiserreichs als Verbündetem des Osmanischen Reichs und den nicht aufgearbeiteten Massakern beschäftigen sollte.
Von Ceyda Nurtsch -
Interview mit dem irakischen Politologen Ghassan Al-AttiyahZerrissene Nation
Nach Ansicht des renommierten irakischen Politikwissenschaftlers Ghassan Al-Attiyah haben es die politischen Eliten des Landes nach dem Ende der Baath-Diktatur versäumt, ein überkonfessionelles Staatsverständnis zu entwickeln. Mulham Al-Malaika sprach mit ihm über die Zukunft des Iraks und den Kampf gegen den IS.
Von Mulham Al-Malaika -
Der marokkanische Denker Abdallah LarouiEin Modernist verteidigt die Theokratie
Abdallah Laroui zählt zu den Verfechtern eines Bruches mit dem geistigen Erbe der arabischen Welt und hält die Werte der westlichen Moderne für die Grundlage einer rationalen Menschlichkeit. Doch in einem Interview setzte er kürzlich zu einer Verteidigung der Theokratie an, da die arabische Welt es nicht geschafft habe, ein demokratisches System zu verankern. Von Ali Anouzla
Von Ali Anouzla -
Islamischer Extremismus in PakistanDer Mythos vom Einheits-Islam
In Pakistan hat eine radikale muslimische Minderheit den Begriff "Islam" neu definiert. Die Regierung hat ihre radikale Ideologie seit den 1980er Jahren unterstützt, und die Justiz hat dies gestützt. Die bittere Ironie dabei ist, dass die militanten Gruppen, die vom Staat profitierten, nun nicht mehr allein die Bevölkerung, sondern auch den Staat selbst terrorisieren, meint Maryam S. Khan.
Von Maryam S. Khan -
Israels Wirtschaftswissenschaftler Shir HeverÖkonomie der Disparitäten
In seinem Buch "Die politische Ökonomie der israelischen Besatzung" analysiert der israelische Wirtschaftswissenschaftler Shir Hever den Zusammenhang von Ökonomie und Friedensprozess im Nahen Osten. Martina Sabra hat das Buch gelesen und sich mit Shir Hever unterhalten.
Von Martina Sabra -
Atomverhandlungen mit dem IranNetanjahu in der diplomatischen Sackgasse
Israels Regierungschef hat das sich abzeichnende Rahmenabkommen mit dem Iran über das Atomprogramm Teherans scharf kritisiert. Er ist überzeugt, dass es Israels Sicherheit bedroht. Zu Unrecht, meint Bettina Marx.
Von Bettina Marx -
Nader Othman, Vize-Premier der syrischen Interimsregierung"Die Menschen wollen Profis, keine Facebook-Helden"
Die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte und die ihr unterstellte Interimsregierung stehen international in der Kritik. Sie gelten als ineffektiv, zerstritten und ohne Rückhalt in Syrien. Kristin Helberg sprach mit Nader Othman, dem Vize-Premier der Interimsregierung, über gewählte Provinzräte und warum Syrien jetzt Ingenieure statt Helden braucht.
Von Kristin Helberg -
Tunesiens JustizStückwerk statt Reform
Die Reform der tunesischen Justiz kommt seit dem politischen Umbruch von 2011 nicht voran. Doch laut Verfassung, die vor einem Jahr verabschiedet wurde, sind künftig neue Institutionen vorgesehen. Das Verfassungsgericht wird schon bald eine Mammutaufgabe vor sich haben. Von Sarah Mersch
Von Sarah Mersch -
Radikal-islamistische Gruppen in TunesienDschihad tunesischer Machart
Der öffentlichkeitswirksame Anschlag auf das Nationalmuseum in Tunis wirft ein Schlaglicht auf das radikal-islamistische Netzwerk Tunesiens, das sich seit dem Sturz des Ben-Ali-Regimes im Januar 2011 herausgebildet hat. Eine Bestandsaufnahme von Hanspeter Mattes vom Giga-Institut für Nahost-Studien
Von Hanspeter Mattes
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