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Interview mit der Politologin Bilgin Ayata"Die Türkei wird zum Produzenten von Flüchtlingen"
Seit Monaten führt das türkische Militär Operationen im Osten des Landes durch. Die Kämpfe haben bereits Hunderte von Menschenleben gefordert. Ceyda Nurtsch sprach mit Bilgin Ayata, Assistenzprofessorin an der Universität Basel, über die politische Motivation hinter den Kämpfen und ihre Auswirkungen auf die Bewohner.
Von Ceyda Nurtsch -
Erinnerungskultur im LibanonVon der Amnestie zur Amnesie
"Im Libanon ist Verdrängung zum Dauerzustand geworden", sagt die Journalistin und Orientalistin Monika Borgmann. Mit dem 2004 gegründeten Archiv "UMAM Documentation & Research" versucht sie, die Lücken im kollektiven Gedächtnis des Landes zu schließen. Mit ihr sprach Juliane Pfordte.
Von Juliane Pfordte -
Algeriens Zukunft unter Präsident BouteflikaDer kranke Mann am Mittelmeer
Den Machtkampf zwischen Präsidentenpalast und Geheimdienst hat der gesundheitlich angeschlagene Abdelaziz Bouteflika zwar einstweilen für sich entschieden. Dennoch stellt sich die Frage, wer seitdem die politischen Strippen in Algerien zieht. Der Präsident oder die omnipräsente Armee? Eine Analyse von Gianni Del Panta
Von Gianni Del Panta -
Militäreinsatz gegen die PKK im Südosten der TürkeiIm Belagerungszustand
Hunderte Tote und zerstörte Stadtviertel. So die Bilanz des seit Dezember andauernden Militäreinsatzes in der Südosttürkei. Seit knapp zwei Monaten hat die türkische Armee im kurdisch geprägten Südosten des Landes eine Ausgangsperre verhängt. Aus Diyarbakir berichtet Tom Stevenson.
Von Tom Stevenson -
Syrien-Verhandlungen in GenfDer schöne Schein vom Frieden
Auch Genf III verheißt kein Ende der Gewalt in Syrien. Das Assad-Regime kann der Konferenz gelassen entgegensehen, weil schon jetzt klar ist, dass es nichts zu fürchten hat. Ein Kommentar von Bente Scheller
Von Bente Scheller -
Der "Islamische Staat"Kenne deinen Feind
Über seine jüngsten Feinde, die Dschihadisten des "Islamischen Staates", die mehr als "nur" religiöse Extremisten sind, mangelt es dem Westen offenbar an Wissen und Expertise. Mit einem ausschließlich militärischen Angriff auf die Miliz ist es in jedem Fall nicht getan, meint der arabische Publizist Abdel Bari Atwan in seinem Essay.
Von Abdel Bari Atwan -
Muslimbrüder-SchriftenEinst geschätzt, jetzt verfemt
Ägypten und Saudi-Arabien ziehen derzeit Schriften der Muslimbrüder aus dem Verkehr. Am Nil werden die konfiszierten Bücher angeblich in mehreren Ministerien verwahrt. Dass dies tatsächlich auf alle Exemplare zutrifft, ist angesichts ihrer über die Jahrzehnte gewachsenen Zahl zu bezweifeln – sie dürfte in die Millionen gehen.
Von Joseph Croitoru -
Gentrifizierung in ÄgyptenKairos urbane Konterrevolution
Die "Reclaiming Downtown"-Kampagne der ägyptischen Regierung ist keine gewöhnliche Maßnahme, um die Gentrifizierung der Kairoer Innenstadt voranzutreiben, sondern ein politisch motivierter Feldzug gegen jede Form zivilgesellschaftlicher Autonomie. Der "Hinterhof der Revolution" soll aufgewertet, seine revolutionäre Geschichte ausradiert werden. Von Sofian Philip Naceur
Von Sofian Philip Naceur -
Fünfter Jahrestag der Revolution in ÄgyptenGespenster der Revolte
Am 25. Januar 2011 begann die Revolution in Ägypten, die zum Sturz des Autokraten Mubarak führte. Heute sieht die ägyptische Schriftstellerin Mansura Eseddin erneut ein Regime an der Macht, das ein absurdes Theater der Angst und Unterdrückung inszeniert.
Von Mansoura Ez-Eldin -
Interview mit Slim Laghmani zur Staatskrise in Tunesien„Wir sind die Hälfte des Weges gegangen“
Nicht politische oder wirtschaftliche Probleme seien mittelfristig die größte Bedrohung für den demokratischen Wandel in Tunesien, sondern die Krise des Staates, erklärt der tunesische Rechtswissenschaftler Slim Laghmani im Gespräch mit Sarah Mersch.
Von Sarah Mersch -
Köln und der Islam in DeutschlandEin Geschenk des Himmels
Die Ereignisse von Köln werden von allen Seiten instrumentalisiert. Islamistische Prediger wie Pierre Vogel und Vertreter des Islam in Deutschland benutzen die Vorfälle, um eine strikte Alternative zwischen Kriminalität oder religiösem Leben zu propagieren. Damit tragen sie zur Polarisierung der Gesellschaft bei, meint Stefan Buchen in seinem Kommentar.
Von Stefan Buchen -
Interview mit Mohamed Limam„Trotz Friedensnobelpreis haben die Tunesier die Nase voll“
Selbst im einzigen Land des arabischen Frühlings, das sich auf den Weg der Demokratie begeben hat, macht sich Resignation breit. Über die Gründe für die Politikverdrossenheit im Mutterland der Arabellion sprach Christina Omlin mit dem tunesischen Politikwissenschaftler Mohamed Limam von der Universität Sousse.
Von Christina Omlin
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